Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) und die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden (MF-TUD) bauen ihre Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Fakultätsentwicklung aus. Ein gemeinsamer Kooperationsvertrag schafft die Grundlage für interdisziplinäre Forschungsprojekte, innovative Lehrangebote und neue Impulse für die Gesundheitsversorgung in der Lausitz. Im Mittelpunkt stehen die Digitalisierung in der Medizin, neuartige Medizintechnik und die Versorgungsforschung in ländlichen Regionen.
Medizinische Fakultät der TUD Dresden und Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem schließen Kooperationsvertrag
Länderübergreifende Zusammenarbeit für bessere Gesundheitsversorgung
„Unser gemeinsames Ziel ist es, die Lausitz als länderübergreifenden Gesundheits- und Wissenschaftsraum zu stärken und neue Impulse für eine ganzheitliche Versorgung und Medizin zu setzen, die wissenschaftlichen Fortschritt und die konkreten Bedarfe der Menschen in der Region gleichermaßen in den Blick nimmt“, sagte Prof. Eckhard Nagel, Vorstandsvorsitzender der MUL – CT.
Mit der neuen Kooperation wird die Gesundheitsforschung in der Modellregion Gesundheit Lausitz um einen starken Wissenschaftsstandort in Sachsen erweitert. So wird die Medizinische Fakultät der TU Dresden ihre Kompetenzen in gemeinsame Lehr- und Forschungsaktivitäten über verschiedene Versorgungsbereiche hinweg einbringen.
Prof. Esther Troost, Dekanin der MF-TUD, erklärt: „Diese Kooperation ist ein wichtiger Beitrag zur Ausbildung junger Menschen für die Region: Gemeinsame Lehrangebote und Qualifizierungswege stärken den medizinischen Nachwuchs in Sachsen und Brandenburg.“
Unter anderem in der medizinischen Informatik soll die Zusammenarbeit intensiviert werden. Das Zentrum für Medizinische Informatik der TU Dresden und das Datenintegrationszentrum der MUL – CT sollen gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte initiieren.
Ein konkretes Vorhaben trägt den Titel „Medizin im Wandel“. Dabei geht es darum, Digitalisierung und innovative Medizintechnik in der interdisziplinären und interprofessionellen Lehre stärker zu verankern. Geplant sind unter anderem gemeinsame Wahlfächer, Summer Schools und weitere Studienangebote. Die Studierenden sollen lernen, medizinische Fragen über Fachgrenzen hinweg zu bearbeiten.
Wissen und Erfahrungen bündeln
Darüber hinaus werden beide Partner ihre Erfahrungen bei der Konzipierung von Studiengängen, der Gestaltung von Curricula und der Qualitätssicherung austauschen. Die Kooperation umfasst neben Forschung und Lehre auch die Weiterentwicklung und Organisation medizinischer Fakultäten.
Langfristig soll die Zusammenarbeit dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen durch wissenschaftlich fundierte und digitale Ansätze zu verbessern und zugleich die Lausitz als attraktiven Gesundheits- und Wissenschaftsstandort zu stärken.