Mitte September hat eine Delegation der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KV Sachsen) die ungarische Universitätsstadt Pécs besucht. Anlass war der Start des neuen Jahrgangs im Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“. Austausch, Einblicke in die medizinische Ausbildung und die gemeinsame Perspektive für die ärztliche Versorgung in Sachsen standen im Mittelpunkt der Reise.
Medizinstudium in Ungarn als Perspektive für Sachsens ärztlichen Nachwuchs
Für 26 neue Medizinstudentinnen und Medizinstudenten aus Sachsen beginnt mit dem Studium an der Universität Pécs ein besonderer Lebensabschnitt. Im Rahmen des Modellprojekts absolvieren sie dort ein deutschsprachiges Medizinstudium. Nach Studium und Weiterbildung sollen sie nach Sachsen zurückkehren und hier die ambulante medizinische Versorgung stärken.
Willkommen in Pécs
Zum Auftakt der Reise stand am 16. September die Willkommensveranstaltung für den neuen Jahrgang auf dem Programm. Für die 26 Studierenden ging es zunächst darum, anzukommen, wichtige Informationen rund um das Studium und das Modellprojekt zu erhalten und sich untereinander kennenzulernen. Neben einem persönlichen Erfahrungsbericht aus dem Studienalltag blieb viel Raum für Fragen und den Austausch mit den bereits in Pécs Studierenden.
Der „Weiße Kittel“ als besonderer Meilenstein
Ein besonderer Höhepunkt der Reise war am Freitag, dem 18. September, die „White Coat Ceremony“ in der Aula des Hauptgebäudes. Dabei erhielten die Studierenden, die ihr Physikum erfolgreich absolviert haben und nun in den klinischen Teil der Ausbildung übergehen, ihren weißen Arztkittel.
Der Kittel steht dabei für weit mehr als ein neues Kleidungsstück: Er ist ein Symbol für den ärztlichen Beruf und markiert einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Ärztin oder zum Arzt. Für die Studierenden des Modellprojekts war die Zeremonie damit ein besonderer Moment nach den ersten intensiven Studienjahren in Pécs – und zugleich ein weiterer Schritt auf ihrem Weg zurück nach Sachsen.
Studium in Europa – Zukunft in Sachsen
Das Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ ermöglicht jungen Menschen aus Sachsen ein deutschsprachiges Medizinstudium an der Universität Pécs. Die KV Sachsen begleitet die Studierenden während ihrer Studienzeit und schafft frühzeitig eine Verbindung zu Sachsen und zur ambulanten Versorgung.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Begleitung durch sächsische Arztpraxen. Die Studierenden erhalten dadurch bereits während ihres Studiums Einblicke in die ambulante Versorgung und können praktische Erfahrungen in ihrer späteren beruflichen Heimat sammeln. Nach dem Medizinstudium und der anschließenden Weiterbildung sollen die Nachwuchsmedizinerinnen und -mediziner nach Sachsen zurückkehren und hier ihre ärztliche Tätigkeit aufnehmen.