Das Medizinstudium steckt in vielen Bereichen noch immer in den Strukturen der 1970er Jahre fest. Die seit Jahren angekündigte Reform wird durch den Streit um ihre Finanzierung zwischen Bund und Ländern verschleppt. Währenddessen arbeiten Medizinstudierende im Praktischen Jahr (PJ) vielerorts in Vollzeit – teilweise ohne jede Aufwandsentschädigung. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland hat daher Anfang Oktober die Petition „SOS - Stillstand oder Spitzenmedizin?" als Auftakt für eine neue Protestbewegung gestartet.
Reform des Medizinstudiums JETZT umsetzen!
Medizinstudierenden starten neue Protestbewegung
Nachdem die letzte Petition für ein faires PJ über 100.000 Unterschriften erhalten hat, bekräftigt die demokratisch legitimierte Interessenvertretung der über 118.000 Medizinstudierenden in Deutschland damit ihre Forderung nach einer grundlegenden Reform des Medizinstudiums. Zu den Erstunterzeichnern gehört bereits ein breites Bündnis von Verbänden, darunter Marburger Bund und Hartmannbund, sowie weitere wichtige Stakeholder.
Die Petition enthält drei Kernforderungen:
- Umsetzung des Entwurfs zur neuen ärztlichen Approbationsordnung
- bundesweite Mindest-Aufwandsentschädigung
- zehn zusätzliche Krankheitstage im praktischen Jahr
Die begleitende Kampagne wird in einer bundesweiten Aktionswoche gipfeln, in der vom 26.-30. Oktober 2026 bundesweit tausende Medizinstudierende auf die Straße gehen.
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#fairesPJ
Bild: bvmd