Ländlicher Raum: LEADER-Förderung auch für Ärzte künftig einfacher

Die Förderrichtlinie LEADER wird für private Antragsteller und Unternehmen künftig einfacher. Sie müssen für die umfassende Sanierung von Gebäuden keine Berechnungen oder Nachweise ihrer Ausgaben mehr einreichen. Künftig richtet sich die Förderung nach einem Festbetrag pro Quadratmeter.

Bei der Anwendung von Festbeträgen ist Sachsen im Bereich LEADER in Europa erneut Vorreiter. Zugrunde gelegt werden für eine umfassende Sanierung von beheizbaren Gebäuden pauschalisierte Baukosten in Höhe von 1.272 Euro pro Quadratmeter. Die tatsächliche Förderung pro Quadratmeter ergibt sich dann aus dieser Pauschale multipliziert mit dem Fördersatz, den die LEADER-Gebiete für die einzelnen Vorhaben selbst festlegen.

Die Antragsteller müssen mit dieser Vereinfachung bei der Abrechnung ihres Vorhabens der Bewilligungsbehörde in den Landratsämtern keine Rechnungen oder andere Zahlungsbelege mehr vorlegen. Kontrolliert wird dann nur noch, ob das Gebäude wie bewilligt gebaut wurde.

Die Vereinfachungen der Richtlinie treten für neue Fördermittelanträge rückwirkend zum 1. Januar 2019 in Kraft.

Hintergrundinformationen:
Die 30 sächsischen LEADER-Gebiete bestimmen in einem transparenten Verfahren selbst, welche Projekte in welcher Höhe gefördert werden. Schwerpunkte zur Unterstützung der medizinischen Versorgung in den Regionen Sachsens sind vor allem die Förderung baulicher Maßnahmen an Praxisgebäuden, der Ausstattung von Praxen und von Baumaßnahmen zum eigenen Wohnen.