Deutscher Ärztetag will einheitliches Prüfverfahren für ausländische Ärzte aus Drittstaaten

Ausländische Ärzte aus Drittstaaten sollen zukünftig ihren Kenntnisstand durch eine bundeseinheitliche Prüfung ähnlich dem deutschen Staatsexamen nachweisen. Das beschloss der 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt. Für die Umsetzung ist der Bundesgesetzgeber zuständig.

Bislang wird über den Approbationsantrag vielfach allein anhand der Aktenlage entschieden. Entscheidend für die Gleichwertigkeit sind dabei Diplome und Zeugnisse. Bei fehlender Gleichwertigkeit kann auch Berufserfahrung herangezogen werden.

Die Kenntnisprüfung zur Erteilung der Approbation muss nach dem Willen des Ärztetages umfassendes und für den medizinischen Alltag relevantes medizinisches Wissen abprüfen und unter Aspekten der Patientensicherheit konzipiert sein.

Die Bundesländer werden aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass ausländische Ärzte für eine Kenntnisprüfung einen Termin innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist von sechs Monaten erhalten.