Digital Health, Teil 3: ABNW

Das Thema „Digitalisierung im Gesundheitswesen" ist nicht nur bundes- und landesweit ein vieldiskutierter Ansatz bei der Sicherung ärztlicher Versorgung. Es bildet auch einen der Schwerpunkte des diesjährigen Netzwerktreffens „Ärzte für Sachsen". Vor diesem Hintergrund stellen wir hier in Folge vier konkrete Digital-Health-Projekte in Sachsen vor, die (künftig) helfen sollen, Ärzte zu entlasten und Patienten besser zu betreuen. Heute: Aufbau eines Antibiotikanetzwerkes in Nordwestsachsen (ABNW).

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz fördert mit 1,24 Mio. Euro den Aufbau eines überregionalen Netzwerks, dass sich mit dem essenziellen Thema „Antibiotikatherpie in Sachsen“ beschäftigt. Dafür wird am Klinikum St. Georg in Leipzig eine zentrale Befundungs-, Beratungs- und Registerstelle für Patienten mit Infektionskrankheiten errichtet. Das Ziel des Telemedizin-Projektes ist es, eine weitreichende Vernetzung und Zusammenarbeit mit Spezialisten aus Kliniken, Arztpraxen und Pflegeheimen auf dem Gebiet Infektionskrankheiten zu schaffen. Außerdem werden wichtige Daten zu Infektionen in einem Antibiotikaregister erfasst, ausgewertet und daraus Empfehlungen abgeleitet. Das gesammelte Wissen wird in telemedizinischen Antibiotikakonferenzen an die Netzwerkpartner vermittelt. Für die notwendige Datenkommunikation bedient sich das Netzwerk der in Ostsachsen erprobten telemedizinischen Standardplattform vom CCS-Telehealth.

Weitere Informationen zum Antibiotikanetzwerk finden Sie auf der Seite des sächsischen Sozialministeriums:

Das Antibiotikanetzwerk wird auf dem 9. Netzwerktreffen „Ärzte für Sachsen“ näher vorgestellt durch Dr. med. Thomas Grünewald. Er ist am Klinikum St. Georg in Leipzig leitender Oberarzt der Klinik für Infektiologie/Tropenmedizin, Nephrologie und Rheumatologie, welche als Kompetenzzentrum für Infektionskrankheiten im Freistaat Sachsen gilt.