Ärzte für Sachsen: On Tour im Erzgebirgskreis

Zur mittlerweile sechsten Veranstaltung „Ärzte für Sachsen – On Tour“ starteten Medizinstudierende aus Dresden und Leipzig am 6. Mai 2017 in den Erzgebirgskreis. Um mögliche Arbeitsfelder außerhalb der universitären Zentren kennenzulernen, machte die Tour an zwei Krankenhäusern und einer Hausarztpraxis Halt.

Der Geschäftsführer des Zschopauer Klinikums Knut Hinkel begrüßte die jungen Mediziner gemeinsam mit den Chefärzten Dr. med. Niels Haselhoff und Dr. med. Volkmar Hempel an Ihrer ersten Station. Beim Rundgang durch die Chirurgie und die Innere wurden die Vorzüge eines im Vergleich zu den Maximalversorgern kleinen Krankenhauses besprochen und Details zu den Weiterbildungsangeboten ausgewertet. Dabei waren besonders die Erfahrungen von Dr. med. Nicole Winkler gefragt, die gerade am Haus Olbernhau des Klinikums Mittleres Erzgebirge Ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin absolviert.

Um sowohl die Arbeit im Krankenhaus wie auch in der ambulanten, vertragsärztlichen Versorgung vorzustellen, macht das Veranstaltungsformat immer auch an einer Praxis eines niedergelassenen Arztes Halt. Diesmal war es die Hausarztpraxis von Dr. med. Andreas Fiedler, die nicht nur durch ihre schöne Lage im Örtchen Burkhardtsdorf beeindruckte. Auch die entspannte und sympathische Art des Landarztes, der mit seiner Frau die Praxis seit vielen Jahren betreibt, konnte bei den Studierenden merklich die Bedenken gegenüber der Selbstständigkeit abbauen.

Die Gespräche über Praxisablauf, Fortbildungen und Patienteneigenheiten konnten dann beim gemeinsamen Mittagessen in der Topfmarktscheune fortgesetzt werden. Bei dieser Gelegenheit stieß auch der Landtagsabgeordnete Alexander Krauß zu der Runde, um über die Vorzüge und die lebenswerten Bedingungen im Landkreis zu informieren.

Den Abschluss der Ausfahrt bildete der Besuch des Stollberger Kreiskrankenhauses. Hier nahmen sich Andrea Morzelewski, Geschäftsführerin des Krankenhauses, Oberarzt Dr. med. Gerald Bretschneider und die Ärztin in Weiterbildung, Anett Pallaske, Zeit um die Studierenden durchs Haus zu führen und alle Fragen zur ärztlichen Tätigkeit am Haus zu beantworten.

Nach einem langen Tag mit intensiven Eindrücken zogen die Teilnehmer eine durchweg positive Bilanz. Die Möglichkeit, live und vor Ort mehr über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Region zu erfahren, trägt nach Meinung der jungen Mediziner erheblich dazu bei, mit den Vorurteilen, die man mit sich trägt, aufzuräumen.

Eine nächste Tour ist für die mittelsächsische Region geplant. Erstmals soll es eine thematisch ausgerichtete Veranstaltung werden, die die psychiatrische Versorgung in Sachsen im Blick hat. Das Netzwerk informiert wie gewohnt auf www.aerzte-fuer-sachsen.de und über Facebook und Twitter.