Sächsische Landesärztekammer für Digitalisierung der Medizin und gegen Landarztquote

Die sächsischen Ärzte wollen den laufenden Prozess der Digitalisierung der Medizin bei berufsrechtlichen wie berufsethischen Fragestellungen stärker begleiten. Daher haben sich die Delegierten der 55. Kammerversammlung am 12. November 2016 dafür ausgesprochen, zusammen mit den Partnern der Selbstverwaltung und der Staatsregierung in Sachsen sowie der Bundesärztekammer die notwendige Weichen zur Implementierung von sinnvollen digitalen Anwendungen zu stellen.

Eine Absage erteilte die sächsische Ärzteschaft der Einführung einer sogenannten Landarztquote im Rahmen des Masterplans Medizinstudium 2020. Zur Begründung hieß es, die Verpflichtung, später auf dem Land zu arbeiten, verlange Medizinstudierenden bereits zu einem frühen Zeitpunkt weitreichende Entscheidungen ab, schon bevor der medizinische Nachwuchs einen realistischen Einblick in die ärztliche Tätigkeit gewinnen kann. Dies sei weder im Sinne der künftigen Ärzte, noch im Sinne der Patienten.

Unterstützung fand der Vorschlag, bei der Zulassung zum Medizinstudium weniger Wert auf die Abiturnote zu legen, dafür aber gegebene „soziale Kompetenzen“ der Studienplatzbewerber stärker zu berücksichtigen.