Zulassung zum Studium

Der Arztberuf ist ohne Zweifel einer der anspruchsvollsten, spannendsten und persönlich erfüllenden Berufe, aber auch einer derjenigen mit erheblichen physischen und psychischen Belastungen. Möchten Sie ein Medizinstudium beginnen, machen Sie sich deshalb vor der endgültigen Entscheidung unbedingt mit der ärztlichen Arbeit in einem der sächsischen Krankenhäuser, einer Vertragsarztpraxis oder einem medizinischen Versorgungszentrum vertraut, zumindest über ein längeres Praktikum.

Medizinische Fakultäten

Sachsen erwartet angehende Mediziner mit hervorragenden Studienbedingungen. Den Studiengang Humanmedizin bieten sowohl die Technische Universität Dresden als auch die Universität Leipzig an. An beiden Medizinischen Fakultäten finden Sie modernste Ausbildungsstandards vor, kombiniert mit einer ebenso hochwertigen praktischen Ausbildung in sächsischen Krankenhäusern und Vertragsarztpraxen.

Bewerbung für eine Studienplatz

Die Bewer­bung für einen Stu­di­en­platz der Human­me­di­zin in Dres­den oder Leip­zig erfolgt grund­sätz­lich bei der Stif­tung für Hoch­schul­zu­las­sung (ehe­mals ZVS). Die Zulas­sung zum Stu­dium setzt die all­ge­meine oder fach­ge­bun­dene Hoch­schul­zu­gangs­be­rech­ti­gung vor­aus. Auf der Web­site von hochschulstart.de erfah­ren Sie, wie Sie sich um einen Stu­di­en­platz bewer­ben, nach wel­chen Regeln aus­ge­wählt wird und wel­che Numerus-Clausus-Werte in den letz­ten Semes­tern für eine Zulas­sung aus­ge­reicht haben.

Auswahlverfahren der Technischen Universität Dresden

Um nicht nur leis­tungs­star­ken, son­dern auch für den Arzt­be­ruf beson­ders geeig­ne­ten Stu­die­ren­den die Chance auf ein Medi­zin­stu­dium zu bie­ten, ver­gibt die Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dres­den 60 Pro­zent der Stu­di­en­plätze bereits über ein indi­vi­du­el­les Aus­wahl­ver­fah­ren. Auch für die­ses Aus­wahl­ver­fah­ren erfolgt die Bewer­bung bei hochschulstart.de. Alle Bewer­ber, die für das Aus­wahl­ver­fah­ren der Hoch­schule vor­aus­ge­wählt wur­den, erhal­ten von der Medi­zi­ni­schen Fakul­tät der TU Dres­den eine schrift­li­che Auf­for­de­rung zur Ein­rei­chung eines form­ge­bun­de­nen Fra­ge­bo­gens sowie wei­te­rer Unter­la­gen. Der Fra­ge­bo­gen sowie die ange­for­der­ten Unter­la­gen müs­sen spä­tes­tens an dem im Anschrei­ben genann­ten Tag bei der Medi­zi­ni­schen Fakul­tät Carl Gus­tav Carus der TU Dres­den eingereicht werden. Wer die Frist ver­passt, kann nicht mehr am wei­te­ren Aus­wahl­ver­fah­ren teil­neh­men. Neben dem Fra­ge­bo­gen sind fol­gende Unter­la­gen in amt­lich beglau­big­ter Kopie ein­zu­rei­chen: das Zeug­nis der All­ge­mei­nen Hoch­schul­zu­gangs­be­rech­ti­gung (HZB), einer ein­schlä­gi­gen fach­ge­bun­de­nen HZB bzw. einer aus­län­di­schen HZB, die von der zustän­di­gen Stelle als gleich­wer­tig aner­kannt wor­den ist; geeig­nete Nach­weise über eine gege­be­nen­falls abge­schlos­sene Berufs­aus­bil­dung und Berufs­tä­tig­keit; geeig­nete Nach­weise über gege­be­nen­falls absol­vierte Prak­tika und erwor­bene Qua­li­fi­ka­tio­nen.

Die Aus­wahl für die Teil­nahme am Aus­wahl­ge­spräch berück­sich­tigt fol­gende Kriterien:

  • Durch­schnitts­note der Hochschulzugangsberechtigung,
  • Anzahl der in den letz­ten vier Schul­halb­jah­ren voll­stän­dig beleg­ten natur­wis­sen­schaft­li­chen Fächer der HZB: Bio­lo­gie, Che­mie, Phy­sik, Mathe­ma­tik (unab­hän­gig davon, ob es sich um einen Leistungs- oder Grund­kurs handelt),
  • Art einer Berufs­aus­bil­dung und dem­ent­spre­chen­der Berufstätigkeit,
  • Ableis­tung eines kran­ken­pfle­ge­ri­schen oder sozia­len Diens­tes im Umfang von min­des­tens 2 Monaten.

Die Aus­wahl­ge­sprä­che wer­den in der Regel von Ende August bis Mitte Sep­tem­ber als nicht öffent­li­che stan­dar­di­sierte Ein­zel­ge­sprä­che durch­ge­führt. Jeder Bewer­ber muss meh­rere Gesprächs­sta­tio­nen absol­vie­ren, wobei jede der Sta­tio­nen ein Kri­te­rium des Anfor­de­rungs­pro­fils für den Stu­di­en­gang Medi­zin prüft. Das Aus­wahl­ge­spräch dau­ert für jeden Bewer­ber in der Regel jeweils vier­mal 13 Minu­ten. Die Gesprä­che sol­len Auf­schluss über die Eig­nung und Moti­va­tion des Stu­di­en­be­wer­bers für das Stu­dium der Medi­zin und den ange­streb­ten Beruf geben. Dar­über hin­aus dient das Aus­wahl­ge­spräch der ganz­heit­li­chen Beob­ach­tung und Wür­di­gung des Auf­tre­tens des Stu­di­en­be­wer­bers, sei­nes Ausdrucks- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­tens sowie sei­nes Sozi­al­ver­hal­tens in schwie­ri­gen Gesprächs­si­tua­tio­nen. Wei­tere Infor­ma­tio­nen und die Bewer­tungs­kri­te­rien der Aus­wahl­ent­schei­dung sind auf der Fakultätsseite und in der Ord­nung für das Aus­wahl­ver­fah­ren im Stu­di­en­gang Medi­zin nach­zu­le­sen.

Auswahlverfahren der Universität Leipzig

Auch die Uni­ver­si­tät Leip­zig führt seit dem Win­ter­se­mes­ter 20102011 ein hoch­schul­ei­ge­nes Aus­wahl­ver­fah­ren durch. Dabei wer­den jedoch nur Bewer­ber berück­sich­tigt, die in ihrem Antrag die Uni­ver­si­tät Leip­zig mit der Ortsprä­fe­renz 1 ange­ben. Der Antrag zur Stu­di­en­zu­las­sung ist auch in die­sem Fall an hoch​schul​start​.de zu rich­ten. Zehn Pro­zent der Stu­di­en­plätze im AdH-​Ver­fah­ren wer­den an Stu­die­rende mit Hoch­schul­zu­gangs­be­rech­ti­gung und einer abge­schlos­se­nen Berufs­aus­bil­dung ver­ge­ben. Für 90 Pro­zent der Stu­di­en­plätze wer­den die Ergeb­nisse des Tests für Medi­zi­ni­sche Stu­di­en­gänge (TMS) in Kom­bi­na­tion mit der Abitur­note berück­sich­tigt. Der Medi­zi­ner­test ist frei­wil­lig, eine ver­pflich­tende Teil­nahme ist nicht vor­ge­se­hen. Infor­ma­tio­nen zum TMS fin­den sich hier. Soll das Ergeb­nis des Tests bei der Aus­wahl berück­sich­tigt wer­den, ist eine Kopie des Ergeb­nis­ses den Unter­la­gen an hoch​schul​start​.de bei­zu­le­gen. Mehr Infor­ma­tio­nen zum Aus­wahl­ver­fah­ren: Web­site der Uni­ver­si­tät Leip­zig, ­Auswahlsat­zung zum Medi­zin­stu­dium der Uni­ver­si­tät Leip­zig.

Rechtliche Grundlagen des Medizinstudiums in Sachsen