Traumberuf Arzt: Studieren in Europa – Arbeiten in Sachsen
Mit dem Studienjahr 2012/13 strebt die KV Sachsen ein neues Modellprojekt für sächsische Abiturienten an, die sich verpflichten, nach erfolgreichem Studien- und Weiterbildungsabschluss für mindestens fünf Jahre in Sachsen hausärztlich tätig zu werden. Die KV Sachsen möchte für zunächst bis zu 20 Studenten an zwei vertraglich zu bindenden ungarischen Universitäten die Studiengebühren übernehmen. Die Wahl fiel zunächst auf Ungarn, da dort deutschsprachige Studiengänge angeboten werden und die Ausbildung anerkanntermaßen besonders gut und praxisbezogen ist.
Dieses zusätzliche Angebot ergänzt bereits laufende Maßnahmen und Förderprogramme, wie das vom Freistaat Sachsen, der KV Sachsen und den Krankenkassen gemeinsam finanzierte Stipendium, das seit 2008 gewährt wird. Dieses neue Programm wurde möglich, da die ärztliche Ausbildung EU-weit anerkannt wird und die Voraussetzungen dafür auf europäischer Ebene harmonisiert wurden.
Bei der Auswahl der Studenten wird darauf geachtet, dass neben der persönlichen und fachlichen Eignung eine enge Bindung an Sachsen besteht und dadurch die Chancen, dass sich die Bewerber in Sachsen niederlassen werden, deutlich erhöht sind. Sollte eine Niederlassung in Sachsen nicht erfolgen, sind die verauslagten Kosten grundsätzlich zurück zu erstatten. Erste Interessenten für das Studienjahr 2012/13 haben sich bereits bei der KV Sachsen gemeldet. Parallel zur Vorbereitung der Vertragsverhandlungen informiert die KV Sachsen bereits an sächsischen Gymnasien zu den Möglichkeiten, die das Projekt für das Studienjahr 2013/14 bietet.
„Mit diesem neuen Modellprojekt investieren wir sowohl in unsere sächsische Jugend als auch in die Versorgung der Alten und Kranken.“ hebt der Vorstandsvorsitzende der KV Sachsen, Dr. Klaus Heckemann, selbst Facharzt für Allgemeinmedizin in eigener Niederlassung, hervor. „Wir freuen uns auf die künftigen Kolleginnen und Kollegen, die zukünftig ihren Traumberuf Arzt in Sachsen ausüben werden.“ Die sächsische Gesundheitsministerin Christine Clauß begrüßt das Projekt „als Ergänzung der bereits zur Verfügung stehenden Maßnahmen.“


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